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Häufig gestellte Fragen

1. Ist die Berufsbezeichnung “Psychologin” bzw. “Psychologe” [1] in Deutschland gesetzlich geschützt ?

2. Was muss ich tun, um meinen ausländischen Titel in Deutschland führen zu können?

3. Wo finde ich Informationen zur Gleichwertigkeit meines ausländischen Bildungsabschlusses mit dem deutschen Diplom-Abschluss?

4. Wie ist die Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse in Deutschland geregelt?

5. In welchen Verhältnis steht der Bachelor- bzw. der Masterabschluss zum deutschen Diplom?

6. Wie kann ich mit einem Bachelor-Abschluss Psychologie den Diplom-Abschluss Psychologie erreichen?

7. Wie ist in Deutschland die Ausbildung zur Psychologin, zum Psychologen geordnet?

8. An welchen Universitäten werden Diplom-Studiengänge Psychologie angeboten?

9. Kann ich in Deutschland mit meinem ausländischen Hochschulabschluss promovieren?

10. Was muss ich tun, um mit meinem ausländischen Abschluss in Psychologie in Deutschland den Beruf des Psychologen ausüben zu können?

11. Welche Berufsaussichten hat man in Deutschland mit dem Bachelor- / Master-Abschluss?

12. Ist die Berufsbezeichnung “Psychotherapeut” gesetzlich geschützt?

13. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in Deutschland Psychotherapie ausüben zu können?

14. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut zu erhalten?

15. Welche Unterlagen sind bei der Beantragung der Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten / Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeuten einzureichen?

16. Was sind die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten?

17. Wo kann man eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten absolvieren?

18. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Psychologischen Psychotherapeuten und einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten?

19. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die auf das Gebiet der Psychotherapie eingeschränkte Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde zu erhalten?

20. Ist eine Ausbildung zum “Psychologischen Berater” empfehlenswert und wie sind die anschließenden Berufsaussichten?

21. Wichtige Links









zu Frage 1

Ja. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes darf sich nur Psychologe nennen, wer ein Diplom in Psychologie hat. Der Verbraucher geht bei dieser Bezeichnung von einer Person mit abgeschlossenen Hochschulstudium aus und wird durch das Führen dieser Bezeichnung seitens Personen ohne diese Qualifikation getäuscht.

Dem unberechtigten Führen dieser Berufsbezeichnung steht das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb entgegen.

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zu Frage 2

Wer seinen ausländischen Hochschulgrad in der Bundesrepublik Deutschland offiziell führen möchte, muss sich dies durch das zuständige Ministerium seines Bundeslandes (i.d.R. Wissenschaftsministerium) genehmigen lassen. Die Genehmigung wird auf Antrag erteilt. Voraussetzung für die Genehmigung ist, dass der Grad ordnungsgemäß an einer zu seiner Verleihung berechtigten anerkannten ausländischen Hochschule erworben wurde.

Wird der ausländische Grad geführt, ist die Herkunft (Staat oder verleihende Hochschule) zum erworbenen Grad hinzuzufügen. Das gilt zumindest für Grade, die mit deutschen Graden nicht gleichwertig, jedoch mit ihnen verwechselt werden können. Bei fremdsprachigen Graden weniger bekannter Sprachen oder anderer Schriftsysteme kann eine möglichst wörtliche Übersetzung ins Deutsche in Klammern hinzugefügt werden.

Die Formulierung der Übersetzung wird vom Wissenschaftsministerium vorgeschlagen.

Das Führen nicht ordnungsgemäß erworbener und nicht genehmigter Grade verstößt gegen

§ 132a des Strafgesetzbuches und gegen das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb.

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zu Frage 3

Eine gute Orientierung bietet www.anabin.de . Anabin ist eine Datenbank, die Informationen zu ausländischen Hochschulabschlüssen und –graden, Voraussetzungen für ihren Erwerb sowie Hinweise zu ihrer Einstufung im Verhältnis zu deutschen Hochschulabschlüssen und –graden enthält.

Die Datenbank wurde im Zusammenwirken des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen sowie dem Äquivalenzzentrum des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Kultur und dem Äquivalenzzentrum des Wissenschaftsministeriums Luxemburgs entwickelt. Anzumerken ist, dass sich diese Datenbank noch im Aufbau befindet und somit nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Die Datenbank wird wie folgt gehandhabt:

· Aus der Länderliste wählt man das Land aus, in dem der Abschluss erworben wurde.

· Unter “Studienrichtungen” erscheint eine Übersichtsliste, aus der man den jeweiligen Studiengang wählt.

· Im folgenden erscheinen Informationen zur gewählten Studienrichtung. Im unteren Bildschirmbereich werden Verweise auf untergeordnete Seiten angezeigt.

· Hier klickt man auf “Abschlüsse” , um zur nächsten Seite zu gelangen. Es erscheinen der zu prüfende Abschluss, sowie Abschlusstyp und Abschlussklasse.

· Durch Anklicken des Abschlusses wird man auf eine Seite geführt, die im unteren Bildschirmbereich auf “Äquivalenzen” verweist

· Klickt man diesen Verweis an, erscheint die Information, die Auskunft über das Verhältnis des ausländischen Abschlusses zum deutschen Abschluss gibt, die “Äquivalenzklasse”. Insgesamt gibt es drei Äquivalenzklassen:

Bedingt vergleichbar:

Der ausländische Abschlusstyp/Abschluss ist dem deutschen Abschlusstyp formal aber nicht materiell gleichwertig.

Entspricht:

Der ausländische Abschlusstyp/Abschluss ist dem deutschen Abschlusstyp formal gleichwertig. Zur materiellen Gleichwertigkeit wird keine Aussage gemacht.

Gleichwertig:

Der ausländische Abschlusstyp/Abschluss ist dem deutschen Abschlusstyp formal und materiell gleichwertig.

Formale Gleichwertigkeit liegt vor, wenn der ausländische Abschluss in dem Land, in dem er erworben wurde, zum Ausüben einer akademischen oder beruflichen Tätigkeit berechtigt, die einer vergleichbaren Tätigkeit in Deutschland entspricht.

Materiell gleichwertig ist der ausländische Abschluss erst, wenn eine fachliche Analyse ergibt, dass die Ausbildung im Hinblick auf Inhalt, Umfang und Niveau den Anforderungen in Deutschland entspricht.

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zu Frage 4

Bei nicht reglementierten Berufen wie dem des Psychologen in der Bundesrepublik Deutschland gilt bei der Anerkennung der Ausbildung für Angehörige eines EU-/EWR-Staates, die ihren Abschluss innerhalb der EU/EWR erworben haben, die Richtlinie 89/48/EWG.

Diese Richtlinie besagt, dass der erworbene Titel nach Abschluss eines dreijährigen Studiums innerhalb eines EG-Landes im Prinzip in jedem anderen EG-Land anzuerkennen ist.

Für reglementierte Berufe wie dem des Psychotherapeuten gilt die Richtlinie 92/51/EWG.

Hiernach ist der Abschluss anzuerkennen, wenn der Beruf, den der Antragsteller im Staat der Ausbildung ohne weitere Ausbildung oder Prüfung ausüben darf, dem Beruf gleichartig ist, den er in Deutschland ausüben möchte. Dann wird geprüft, ob diese Ausbildung der in Deutschland im Wesentlichen vergleichbar ist. Ist dies der Fall, erfolgt die Anerkennung unmittelbar. Bestehen wesentliche Unterschiede, ist die Anerkennung mit Auflagen verbunden (Anpassungslehrgang oder Eignungsprüfung). Diese Auflagen können wegfallen, wenn eine ausreichend lange praktische Berufserfahrung (i.d.R. zwei Jahre) nachgewiesen wird.

Beide Richtlinien gelten nicht nur in Deutschland, sondern in allen Mitgliedsstaaten der EU und EWR.

Für Staatsangehörige eines Landes, dass nicht der EU oder dem EWR angehört, die ihren Abschluss innerhalb bzw. ausserhalb von EU und EWR erworben haben, wird bei der Anerkennung die Qualifikation nach den Kriterien der funktionalen, formalen und materiellen Gleichwertigkeit geprüft, sofern ein entsprechendes Anerkennungsverfahren existiert.

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zu Frage 5

Prinzipiell lässt sich sagen, dass der Master-Abschluss vom Niveau her gleichwertig mit dem Diplom ist. Das sechssemestrige Bachelorstudium in etwa gleichwertig oder etwas höher als das Vordiplom einzuordnen ist.

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zu Frage 6

er Weg zum Diplom-Abschluss führt nur über ein Diplom-Studium. Für Personen mit einem Bachelor-Abschluss, die den Diplom-Abschluss anstreben, besteht die Möglichkeit des Quereinstiegs.

Quereinstieg bedeutet, dass man zu einem späteren Semester in das Psychologiestudium einsteigt. Dazu bedarf es der Anerkennung von Fachsemestern. Mit einem vollendeten Bachelor werden aller Wahrscheinlichkeit nach sechs bis sieben Semester anerkannt.

Die Frage der Anerkennung klärt die jeweilige Universität, bei der man sich für einen Studienplatz bewirbt. Die Bewerbung ist direkt an die Universität zu richten.

Unter Umständen ist dieser Weg etwas schwierig ist, da Voraussetzung für den Quereinstieg neben der Anerkennung von Fachsemestern das Vorhandensein freier Studienplätze ist. Bei der Vergabe konkurrieren jedoch die Quereinsteiger mit den Studienortwechslern um die wenigen freien Plätze. Letztere erhalten dabei den Vorzug.

Für Personen, die ihren Bachelor-Abschluss in Deutschland erworben haben besteht die Überlegung, den Quereinstieg in den Studiengang mit Diplom-Abschluss abzuschaffen. Darüber hinaus wird angedacht, nur die Besten Bachelor-Absolventen (ca. 20-25%) zu den Masterstudiengängen zu zulassen.

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zu Frage 7

Die Ausbildung zum Psychologen ist ein Diplom-Studium im Hauptfach Psychologie. Abgeschlossen wird dieses Studium mit dem Hochschulgrad “Diplom-Psychologe”.

Das deutsche Diplom in Psychologie ist staatlich anerkannt und berechtigt zur Ausübung des Berufes Psychologe in allen Tätigkeitsfeldern.

Die Regelstudienzeit des Diplom-Studiums Psychologie beträgt neun Semester. Das Studium gliedert sich in einen ersten Studienabschnitt (Grundstudium) von 4 Semestern und in einen zweiten Studienabschnitt (Hauptstudium) von 5 Semestern. Zu den 9 Semestern Regelstudienzeit kommt noch die berufspraktische Tätigkeit, die in der Regel sechs Monate in Anspruch nimmt. Zu der sogenannten Regelstudienzeit von 9 Semestern muß gesagt werden, daß es sich hierbei um einen eher theoretischen Wert handelt, der für fast alle Studienfächer in Deutschland gelten soll. Nach einer aktuellen Statistik (Focus 18/2002) liegt die durchschnittliche Studiendauer für Diplom-Psychologie in Deutschland bei 12,9 Fachsemestern. Das Grundstudium beinhaltet wesentliche Teile der Grundlagen- und Methodenausbildung und ist in 7 Prüfungsfächer (Allgemeine Psychologie I+II, Biologische Psychologie, Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie, Methodenlehre, Sozialpsychologie) gegliedert. .

Um sich für die Diplom-Vorprüfung anmelden zu können, müssen Leistungsnachweise (z.B. Referat, Klausur, Protokoll, Hausarbeit) in den 7 genannten Prüfungsfächern, sowie ein Leistungsnachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Empiriepraktikum erbracht werden.

Das Grundstudium schließt man nach erfolgreichen mündlichen Prüfungen in den 7 Prüfungsfächern mit dem Vordiplom ab.

Im Hauptstudium werden die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten vertieft und erweitert. Es gibt 3 eher anwendungsorientierte Prüfungsfächer (Arbeits- und Organisationspsychologie, Klinische Psychologie und Pädagogische Psychologie) und 2 methodenorientierte Prüfungsfächer (Diagnostik und Intervention, Evaluation und Forschungsmethodik). Ferner wählt man ein forschungsvertiefendes psychologisches Prüfungsfach und ein nicht-psychologisches Prüfungsfach.

Voraussetzungen für die Meldung zur Diplomprüfung sind je ein Leistungsnachweis in den 7 Prüfungsfächern und ein Nachweis über die berufspraktische Tätigkeit, die in der Regel 6 Monate umfasst.

Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluss des Psychologiestudiums. Sie besteht aus einer wissenschaftlichen Kriterien genügenden Diplomarbeit und 7 mündlichen Diplomprüfungen in den oben vorgestellten Fächern.

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zu Frage 8

Unter www.dgps.de/karriere/studienfuehrer.php4 sind alle Universitäten aufgeführt, die Psychologie als Hauptfachstudium mit Diplom-Abschluss anbieten.

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zu Frage 9

Promotionen können in Deutschland an den zur Verleihung von Doktorgraden berechtigten Universitäten, Gesamthochschulen und Pädagogischen Hochschulen durchgeführt werden. Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss nach mindestens 8-10 Semestern Regelstudienzeit.

Personen, die im Ausland studiert haben und in Deutschland promovieren möchten, müssen einen Hochschulabschluss nachweisen, der in dem Land, in dem der Abschluss erworben wurde, unmittelbar zur Promotion berechtigt und mit dem deutschen Hochschulabschluss gleichwertig ist.

Die Gleichwertigkeit des ausländischen Abschlusses mit dem deutschen Abschluss stellt das jeweils zuständige Gremium innerhalb der Universität in eigener Zuständigkeit und Verantwortung fest. In aller Regel ist dies der Promotionsausschuss. Vor ihrer Entscheidung kann die Hochschule die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen um eine gutachterliche Stellungnahme bitten.

Aufgabe der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen im Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusministerien der Bundesrepublik Deutschland ist die Beratung und Informierung der mit der Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise befassten Stellen (z.B. Behörden, Ministerien, Hochschulen). Sie selbst hat keine Entscheidungsbefugnisse, die Entscheidung über die Anerkennung liegt bei den zuständigen Stellen.

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zu Frage 10

In Deutschland gehört der Beruf des Psychologen zu den nicht reglementierten Berufen, d.h. Berufszulassung und -ausübung sind nicht im Gesetz geregelt. Eine behördliche Anerkennung des Abschlusses ist somit für die Berufsausübung nicht erforderlich, sondern lediglich zur Führung des ausländischen Hochschulgrades.

Bei den nicht reglementierten Berufen entscheidet der Arbeitsmarkt, die Nachfrage am Dienstleistungsmarkt und letztlich der jeweilige Arbeitgeber über die Akzeptanz des ausländischen Abschlusses – entweder wird ein Bewerber anhand seiner Unterlagen und sonstiger Informationen als ausreichend qualifiziert angesehen oder nicht.

Da im Öffentlichen Dienst und ihm nachgeordneten Institutionen (z.B. Krankenhäusern) i.d.R. vertragliche Regelungen mit den Kostenträgern (z.B. Krankenkassen) bezüglich der Qualifikation der Angestellten bestehen, wird hier eine Bescheinigung über die Gleichwertigkeit des ausländischen Abschlusses mit dem deutschen Abschluss häufiger erforderlich sein.

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zu Frage 11

Was die Arbeitsmarktchancen von Bachelor- und Master-Absolventen angeht, können bislang noch keine zuverlässigen Aussagen gemacht werden, da sich momentan nur wenige Absolventen mit deutschen oder internationalen Abschlüssen dieser Art auf dem Arbeitsmarkt bewegen.

Bislang ist in Deutschland der Diplom-Abschluss etabliert. Bachelor- und Masterstudiengänge sind hingegen bei den Unternehmen noch recht unbekannt. Daher bestehen Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Bewertung. Bachelor-Abschlüsse aus unterschiedlichen Ländern können schließlich in ihrer Dauer (3-4 Jahre) und qualitativ (privates Elite-College/ Community College) sehr stark variieren. Die Bewertungsunsicherheiten werden sich aber wohl durch zunehmenden Umgang mit Bachelor- und Master-Abschlüssen im Laufe der nächsten Jahre abschwächen. Denn auch in Deutschland werden immer mehr Bachelor- und Masterstudiengänge eingerichtet.

Bei der Beurteilung von deutschen Bachelor- und Masterabschlüsse wird sicherlich eine Rolle spielen, ob der jeweilige Studiengang akkreditiert wurde. Bei der Akkreditierung werden die Studiengänge von Akkreditierungsagenturen begutachtet und beurteilt . Die Akkreditierung soll die Qualität in Lehre und Studium sicherstellen sowie Studierenden und Arbeitgebern eine verlässliche Orientierung hinsichtlich der neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengänge bieten. Die Anforderungen anhand derer die Agenturen die Studiengänge messen, werden durch den Akkreditierungsrat (www.akkreditierungsrat.de) festgelegt.

Aufgrund der hohen Kosten einer Akkreditierung fehlen diese Prüfungen bei vielen Studiengängen.

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zu Frage 12

Seit dem Inkraftreten des PsychThG am 1.1.1999 ist Psychotherapeut ein Beruf mit gesetzlich geschützter Berufsbezeichnung. Nur Ärzte, approbierte Psychologische Psychotherapeuten und approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten dürfen diese Bezeichnung führen.

Auch die Berufsbezeichnungen “Psychologischer Psychotherapeut” und “Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut” sind geschützt. Sie darf nur führen, wer eine Approbation als Psychologischer Psychotherapeut bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut besitzt.

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zu Frage 13

Psychotherapie ist eine Heilbehandlung von Menschen mit seelischen Störungen und Krankheiten. Dafür braucht man in Deutschland eine staatliche Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde.

Diese staatliche Erlaubnis kann zum einen die ursprünglich den Ärzten vorbehaltene Approbation sein, die mit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) auch Psychologen mit entsprechender Qualifikation erteilt wird (Approbation als Psychologischer Psychotherapeut oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut).

Zum anderen darf gemäß dem Heilpraktikergesetz (HPG) Psychotherapie ausüben, wer eine auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nachweisen kann.

Die Approbation ist Voraussetzung für die kassenärztliche Zulassung. Diese berechtigt zur Niederlassung an einem bestimmten Ort und zur Teilnahme an der gesetzlichen Krankenversorgung, d.h. die Leistungen können nicht nur privat sondern auch über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden.

Wer eine Erlaubnis nach HPG besitzt, darf die Leistungen lediglich privat nicht aber über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Auch die Berufsbezeichnung “Psychotherapeut” darf hier nicht geführt werden.

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zu Frage 14

Die Approbation erhält:

  • wer nach seinem abgeschlossenen Hochschulstudium eine mindestens 3-jährige Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten absolviert,

  • wer die deutsche Staatsbürgerschaft, eine Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedsstaates bzw. eines EWR-Vertragsstaates nachweist oder den Status des heimatlosen Ausländers zuerkannt bekommen hat,

  • wer ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorlegen kann und

  • wer körperlich, seelisch und geistig gesund ist.


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zu Frage 15

  • Schriftlicher Antrag

  • Lebenslauf mit Darstellung der eigenen Ausbildung

  • Geburtsurkunde, ggf. Namensänderungsurkunde (z.B. Heiratsurkunde)

  • Nachweis über die Staatsangehörigkeit (Pass o.ä.)

  • Amtliches Führungszeugnis, das nicht früher als einen Monat vor der Vorlage ausgestellt sein darf

  • Erklärung darüber, ob gegen den Antragsteller ein gerichtliches Strafverfahren oder ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren anhängig ist (eigene Erklärung)

  • Ärztliche Bescheinigung, die nicht früher als einen Monat vor der Vorlage ausgestellt sein darf, wonach keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Antragsteller wegen eines körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche seiner geistigen oder körperlichen Kräfte oder wegen einer Sucht zur Ausübung des Berufs unfähig oder ungeeignet ist

  • Zeugnisse über die abgeschlossene psychotherapeutische Ausbildung

  • Zeugnis über die Abschlussprüfung in den anerkannten Studienrichtungen

  • Diplomurkunde
    Urkunde (z.B. Promotion, Habilitation) über einen erworbenen akademischen Grad/Titel, der auf der Approbationsurkunde ausgewiesen werden soll


Für Ausländer:

  • Nachweis deutscher Sprachkenntnisse (z.B. durch ein staatlich anerkanntes Spracheninstitut)

  • Aufenthaltserlaubnis, die eine Arbeitsaufnahme nicht ausschliesst

  • Amtliches Führungszeugnis aus dem Heimatland o.ä.

  • Arbeitserlaubnis


Bei Urkunden, die nicht in deutscher Sprache abgefasst wurden, ist zusätzlich zu den fremdsprachigen Unterlagen eine offizielle deutsche Übersetzung beizufügen. Erfolgt die Übersetzung im Ausland, so ist sie zu beglaubigen (zuletzt durch die deutsche Botschaft). Dem Antrag sollten nur beglaubigte Fotokopien oder unbeglaubigte Fotokopien und die dazugehörigen Originale beigefügt werden, da die Unterlagen in der Behörde verbleiben.

Die Erteilung der Approbation ist gebührenpflichtig (z.Z. zwischen 350 – 650 €).

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zu Frage 16

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

Psychologischer Psychotherapeut

  • eine in Deutschland bestandene Abschlußprüfung im Studiengang Diplom-Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt

oder
  • eine in Deutschland abgeschlossenes Studium der Pädagogik oder Sozialpädagogik

oder
  • ein in einem EU-Mitgliedsstaat oder einem EWR-Vertragsstaat abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie oder Diplom in den Studiengängen Pädagogik oder Sozialpädagogik

oder
  • ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium, das dem deutschen gleichwertig ist

  • eine in Deutschland bestandene Abschlußprüfung im Studiengang Diplom-Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt

oder
  • ein in einem EU-Mitgliedsstaat oder einem EWR-Vertragsstaat erworbenes Psychologie-Diplom (siehe Anmerkung)

oder
  • ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie, das dem deutschen gleichwertig ist


Anmerkung: Dies trifft z.B. auf Abschlüsse in Psychologie aus Österreich und der Schweiz zu, in denen das Fach Klinische Psychologie belegt und mündlich geprüft wurde.

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zu Frage 17

Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wird gemäß Psychotherapeutengesetz an Hochschulen oder anderen Einrichtungen vermittelt, die als Ausbildungsstätten für Psychotherapie staatlich anerkannt sind.

Eine Übersicht ist unter www.vpp.org zu finden. Daneben kann in jedem Bundesland bei der für die Anerkennung zuständigen Behörde angefragt werden. Welche Behörde hierfür jeweils zuständig ist, ist über die Regierung zu erfragen.

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zu Frage 18

Im Gegensatz zum Psychologischen Psychotherapeuten erstreckt sich bei den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten die Berechtigung zur Berufsausübung nur auf Patienten, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Ausnahmen sind nur zulässig, wenn zur Sicherung des Therapieerfolgs eine gemeinsame psychotherapeutische Behandlung von Kindern oder Jugendlichen mit Erwachsenen erforderlich ist, oder bei Jugendlichen eine vorher mit Mitteln der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie begonnene psychotherapeutische Behandlung erst nach Vollendung des 21.Lebensjahres
abgeschlossen werden kann.

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zu Frage 19

Die auf das Gebiet der Psychotherapie eingeschränkte Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde wird auf Antrag von den Gesundheitsämtern erteilt. Um sie zu erhalten, müssen heilkundliche Fähigkeiten und Kenntnisse nachgewiesen werden.

Die Überprüfung führt das zuständige Gesundheitsamt durch. Kann nachgewiesen werden, dass ein Diplom-Studium Psychologie abgeschlossen wurde und in der Diplomprüfung das Fach “Klinische Psychologie” Gegenstand war, gelten die erforderlichen Kenntnisse momentan in den meisten Bundesländern als nachgewiesen. Die Durchführung einer Kenntnisprüfung entfällt in diesem Fall. Es treten je nach Bundesland Kosten zwischen EUR 77 bis 450 auf.

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zu Frage 20

Der Abschluss “Psychologischer Berater” ist keine empfehlenswerte Tätigkeitsbezeichnung. Da diese Bezeichnung nicht geschützt ist, kann sich unabhängig von der Ausbildung jeder als “Psychologischer Berater” bezeichnen. Schon daran lässt sich erkennen, wie wenig Wert man einem solchen Abschluss beimessen sollte. Hinzu kommt, dass solche Ausbildungen oftmals aus Fern- und/oder Abendkursen bestehen, die im Schnelldurchgang ein bisschen psychologisches Wissen und Therapietechniken vermitteln. In zweijährigen Ausbildungen, in denen Psychologie nur einen Teil darstellt, kann kein ausreichendes psychologisches Grundwissen vermittelt werden.

Was die Berufsaussichten angeht, sollte man bedenken, dass man mit fundiert ausgebildeten Diplom-Psychologen, Angehörigen anderer sozialer Berufe und vor allem den Psychologischen Psychotherapeuten konkurrieren muss. Diese haben neben einem abgeschlossenem Diplomstudium eine 3 bzw. 5jährige psychotherapeutische Zusatzausbildung vorzuweisen.

Da der psychotherapeutische Markt in vielen Regionen bereits gesättigt ist, ist die Konkurrenz groß. Zudem können “Psychologische Berater” lediglich die auf das Gebiet der Heilkunde eingeschränkte Erlaubnis zum Ausüben der Psychotherapie erhalten und somit ihre Leistungen nur privat abrechnen.

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zu Links

Informationssystem zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse:

www.anabin.de

Europäische Föderation der Psychologenverbände:

www.efpa.be

Europäische Kommission zum Thema “Qualifikationen”:

www.europa.eu.int/comm/internal_market/de/qualifications/index.htm

europäische Richtlinie 89/48 (Titelanerkennung):

www.europa.eu.int/eur-lex/de/consleg/pdf/1989/de_1989L0048_do_001.pdf

europäische Richtlinie 92/51 (Anerkennung bei geregelten Berufen):

www.europa.eu.int/eur-lex/de/consleg/pdf/1992/de_1992L0051_do_001.pdf

Kultusministerkonferenz:

www.kmk.org

Akkreditierung von Studiengängen:

www.akkreditierungsrat.de

Deutsche Gesellschaft für Psychologie Studienführer:

www.dgps.de/karriere/studienfuehrer.php4

Anerkannte Ausbildungsinstitute für Psychotherapie:

www.vpp.org


[1] Im folgenden werden aus sprachlichen Gründen nur die männlichen Formen verwendet.

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