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Studium in Deutschland


Studiumverlauf und Abschlüsse

In Deutschland wurde das Psychologiestudium hauptsächlich mit dem Diplom abgeschlossen. Seit der Einführung der Bachelor-Master-Studiengänge gilt der Master als angestrebter Regelabschluss, der dem Diplom äquivalent ist. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Psychologie im Rahmen eines Magisterstudiums zu studieren oder als Nebenfach in einem anderen Diplomstudiengang.
In Hinblick auf eine "Internationalisierung" des Studiums bieten immer mehr Universitäten die Abschlüsse Bachelor und Master an. Der Bachelor wird nach 6 Semestern abgeschlossen. Das sich anschließende Masterstudium nach weiteren 4 Semestern.

Im Rahmen des Diplomstudienganges dauert das Psychologiestudium laut Musterstudienordnung 9 Semester. Es ist in Grundstudium und Hauptstudium gegliedert.
Das Grundstudium umfasst gewöhnlich die ersten 4 Semester und wird mit einer Vordiplomsprüfung abgeschlossen. Es beinhaltet laut Musterstudienordnung die folgenden 7 sogenannten "Grundlagenfächer":

- Allgemeine Psychologie I
- Allgemeine Psychologie II
- Entwicklungspsychologie
- Differentielle und Persönlichkeitspsychologie
- Sozialpsychologie
- Biopsychologie oder Physiologische Psychologie
- Methodenlehre

Das Grundstudium dient - wie der Name schon erkennen lässt - zur Vermittlung von Grundlagenwissen und es soll gleichzeitig sicherstellen, dass die Studierenden danach auf einem einheitlichen Wissensniveau liegen.
Die formelle und inhaltliche Ausgestaltung der Fächer unterscheidet sich jedoch hinsichtlich der verschiedenen Institute.

Das sich im 5. Semester anschließende Hauptstudium dauert gewöhnlich ebenfalls 4 Semester (5. - 8. Semester), zusätzlich einem Semester für die Diplomarbeit. Hier steht die praxisbezogene, inhaltliche Ausbildung und Spezialisierung im Vordergrund. Da die Musterstudienordnung für diesen zweiten Studienabschnitt sehr viel größere Spielräume für die örtliche Ausgestaltung lässt, sind die Unterschiede in Lehrangebot und Studienorganisation zwischen den Studienorten weit bedeutsamer als im Grundstudium. Gemeinsam ist allen Instituten eine Gliederung des Lehrangebots in Anwendungs- und Methodenfächer, ergänzt durch Veranstaltungen mit einem stärkeren Forschungsbezug (forschungsorientierte Vertiefung) und durch ein Nebenfach.

Zu den Anwendungsfächern zählen:
- Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie
- Pädagogische Psychologie
- Klinische Psychologie.
Der Student wählt eines dieser Fächer als Basisfach und zwei als Schwerpunktfächer.
Im Bereich der Methodenfächer werden Inhalte aus der Diagnostik, Intervention und Evaluation vermittelt. Aber auch hier sind die Inhalte je nach Institut verschieden.
In der forschungsorientierte Vertiefung (FoV) beschäftigt sich der Student mit Forschungsthemen entweder aus dem Bereich der Fächer des Grundstudiums oder der Anwendungsfächer des Hauptstudiums. An einigen Instituten werden auch weitere Spezialisierungsmöglichkeiten wie z.B. Kommunikationspsychologie, Rechtspsychologie oder Kunstpsychologie angeboten.
Beim Nebenfach reicht das Spektrum von einem Pflichtnebenfach über einen kleinen Auswahlkatalog bis hin zu der Vorgabe, dass jedes an der Hochschule angebotene Fach gewählt werden kann.
Das Hauptstudium endet mit den Diplomprüfungen und der Diplomarbeit, die meist im 9. Semester geschrieben wird.
Jedoch gibt es auch hier wieder erhebliche Unterschiede hinsichtlich Ablauf und Organisation der Prüfungen.

Neben dem Besuch der o.g. Lehrveranstaltungen muss der Student auch ein Pflichtpraktikum ableisten. Die Dauer variiert je nach Institut zwischen 3 und 6 Monaten. Dieses Praktikum soll vertiefende Einblicke in die Berufsfelder für Psychologen bieten und die Ausbildung in den Anwendungsfächern ergänzen.

Seit der Umstellung auf Bachelor und Master gibt es mehr Vielfalt in der Gestaltung der Studiengänge. Es empfiehlt sich, genau Modulhandbücher und Beschreibungen der Studiengänge an den einzelnen Universitäten herauszusuchen, zu studieren und zu vergleichen. Es bieten sich so Möglichkeiten, die Hochschule mit dem passenden Profil zu wählen oder nach dem Bachelor die Hochschule zu wechseln.

Auch gibt es durch die Systemumstellung veränderte Zulassungsbedingungen: Die Bewerbungsmodalitäten findet Ihr auf den Homepages der Hochschulen. Die Bewerbung über die ZVS entfällt in der Regel und wird an die Universität direkt gerichtet.

Weiterführende Informationen gibt es unter:

www.psychologie-online.com
www.psychologie-studium.info
www.psychologie.de
www.daad.de



Universitäten

In Deutschland kann man an mehr als 45 Universitäten Psychologie studieren. Die Grundstruktur des Studium ist an allen Unis gleich. Jedoch ist das Angebot hinsichtlich Vertiefungsmöglichkeiten bzw. Zusatzangeboten sehr unterschiedlich. Ein Vergleich lohnt sich deshalb, um je nach Interesse die passende Uni zu finden.

Neben dem Lehrangebot sind aber auch formale Sache wie Studien- und Prüfungsordnungen beachtenswert. Auch hier kann es große Unterschiede geben. So z.B. wurde an einigen Unis bereits das Studium auf das "European Credit Transfer System" umgestellt. Hier sammelt der Student keine "Scheine" mehr, sondern schließt jede Veranstaltung mit einer Prüfung ab. Dafür fallen die großen "Diplomprüfungen" zum Ende des Studiums weg.

Eine Übersicht über alle psychologischen Institute in Deutschland und ausführliche Informationen könnt Ihr auf folgenden Seiten finden:

www.hochschulkompass.de
www.studienfuehrer.de
www.psychologie-studium.info

Für spezielle und aktuelle Informationen lohnt sich der Besuch der Homepage der jeweiligen Universität.



Rankings

Beim Ranking von stern (Magazin) und CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) seht Ihr alle Hochschulen, an denen Ihr Psychologie studieren könnt und wie die Hochschulen bei vier bis fünf ausgewählten Kriterien abgeschnitten haben.

Das aktuelle Ranking findet Ihr auf der folgenden Seite: